MUSTER

MAK-Archivfotos ausgewählter Mode-Ausstellungsobjekte von: Arthur Arbesser, Atil Kutoglu, Awareness & Consciousness, FLorian Jewelry, GON, Ludwig Reiter, meshit, ODEEH, pelican avenue, Peter Pilotto, Rani Bageria, Rubin & Chapelle, Sissy Pink, SAGAN Vienna, Michaela Bürger

Arthur Arbesser

Der Wiener Arthur Arbesser studierte am Central Saint Martins in London Mode. Anschliessend begann er im Design-Team von Giorgio Armani in Mailand zu arbeiten, wo er sieben wichtige Jahre blieb. 2013 gründete er sein eigenes Label, worauf die internationale Presse sofort mit Interesse und bald mit höchstem Lob reagierte. Vogue Italia wählte ihn für den Förderpreis Who is on Next? aus, 2015 war er Finalist für den LVMH Prize und Gast-Designer bei der Pitti in Florenz , 2018 erhielt er den Modepreis des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur. In seinen Kollektionen, die er in Mailand präsentiert, sind seine Wiener Wurzeln unübersehbar.

Atil Kutoglu

Atil Kutoğlu wurde in Istanbul geboren und begann in Wien ein Wirtschaftsstudium. Nach dem Studiumabschluß 1991 zeigte er noch im selben Jahr seine erste Modekollektion, für die er bereits 1992 den Preis der Stadt München für den besten Newcomer erhielt. Es folgten Modenschauen in Düsseldorf, Mailand, Paris und New York. 1999 zeigte er in Istanbul anlässlich des 700. Jahrestags der Gründung des Osmanischen Reichs seine Ottomanische Kollektion. Er lässt sich bei seinen Entwürfen stets vom Formen- und Farbenreichtum der Osmanen inspirieren und verbindet orientalische Elemente mit der klaren Handschrift der Mode westlicher DesignerInnen.

Awareness & Consciousness

Christiane Gruber absolvierte ihr Studium der Mode bei Raf Simons, Viktor & Rolf und Jean-Charles de Castelbajac an der Universität für angewandte Kunst Wien. Der Modepreis des BMUKK ermöglichte ihr, Erfahrungen bei Haider Ackermann und A.F. Vandevorst in Antwerpen zu sammeln. Von 2005 bis 2009 präsentierte Gruber unter ihrem Label Awareness & Consciousness ihre Kollektionen bei den Fashion Weeks in Paris. Seit 2010 liegt der Fokus von Christiane Grubers Arbeit saisonunabhängig auf exklusiven Editionen in limitierter Stückzahl – weiterhin mit Jerseymaterialien und speziellen Färbetechniken.

FLorian Jewelry

Florian Ladstädter studierte Metall-Design an der Universität für angewandte Kunst Wien und Philosophie in München. Seine Arbeiten sind Schmuckobjekte, teilweise Körperskulpturen, die konzeptionell „grenzenlos“ und zugleich von Schönheit getragen sind. Seine Entwürfe werden von privaten und öffentlichen Sammlungen angekauft, u. a. vom MAK – Museum für angewandte Kunst in Wien und dem Victoria & Albert Museum in London. FLorian Jewelry ist in internationalen Magazinen wie i-D, AnOther Magazine, Dazed & Confused und der japanischen Vogue zu sehen und weltweit in ausgewählten Shops erhältlich.

GON

Seit 2011 wird GON von Christina Steiner als Label für Frauen geführt. Sie absolvierte die Modeklasse an der Universität für angewandte Kunst bei Raf Simons und Veronique Branquinho. Während ihrer Studienzeit hatte sie das Fred-Adlmüller-Stipendium erhalten, danach gewann sie den Modepreis des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur und den EVOQUE NextGen Award. Die Entwürfe von GON sind geprägt von ethnischen Einflüssen und eigens entwickelten Prints auf fließenden Silhouetten. Die Kollektionen, die regelmäßig in Paris präsentiert werden, sind neben Europa auch in Japan und den USA erhältlich.

Ludwig Reiter

Der Familienbetrieb „Reiter Schuh und Stiefel“ öffnete 1885 seine Pforten als Schuhmacherwerkstatt. Durch die Einführung des mechanischen Goodyear-Verfahrens zur Herstellung rahmengenähter Schuhe im Jahr 1909 wurde die Schuhmacherwerkstatt zur Schuhfabrik – das erste Verkaufsgeschäft öffnete 1919. Mehr als 100 Jahre später sind die in 200 bis 300 einzelnen Arbeitsschritten hochwertig produzierten Damen und Herrenschuhe auch über die österreichischen Grenzen hinaus bekannt. Die internationale Anerkennung führte zu Kooperationen mit DesignerInnen wie Helmut Lang Peter Pilotto und Baldessarini.

meshit

Lena Krampf und Ida Steixner absolvierten die Modeschule der Stadt Wien Hetzendorf, bevor sie 2010 ihr eigenes Label meshit gründeten. Noch im selben Jahr wurden Teile ihrer Kollektion für das Emerge-Topshop-Projekt ausgewählt und 2011 gewann das Label den Modepreis der Stadt Wien. In den fair produzierten Kollektionen von meshit vermischen sich Street-Styles mit klaren und klassischen Formen. Seit 2019 betreiben die beiden DesignerInnen ihren eigenen Shop in der Westbahnstraße, in dem sie neben ihren eigenen Kollektionen auch jene befreundeter Modelabels verkaufen.

Michaela Buerger

Michaela Buerger studierte Bühnenbild an der Akademie der bildenden Künste in Wien und danach Mode an der Universität für angewandte Kunst Wien unter Raf Simons und Veronique Branquinho. 2006 zog sie nach Paris, und arbeitete als Assistentin von Véronique Leroy, bis sie 2010 ihre erste Kollektion bei der Paris Fashion Week zeigte. Buergers Arbeit mit Strick beruht auf einer starken persönlichen Identität und modischen Eigenständigkeit, die spielerische Elemente mit französischem Chic verbindet. Ihre Kollektionen werden weltweit in über 40 Stores verkauft.

ODEEH

ODEEH ist das gemeinsame Label von Otto Drögsler und Jörg Ehrlich. Der gebürtige Österreicher Drögsler studierte unter Karl Lagerfeld und Jil Sander an der Universität für angewandte Kunst Wien. Ehrlich absolvierte den Studiengang Gestaltung an der Fachhochschule Niederrhein. Erfahrung sammelten beide zuerst bei Chloé, Rena Lange, Escada und Toni Gard, bevor sie als Creative Directors die Damen- und Herrenkollektionen bei René Lezard verantworteten. Im Jahr 2008 gründeten sie ODEEH. Ihre erste Kollektion präsentierten sie 2010 in Berlin. Seither ist das Label für hochwertige und luxuriöse Jersey-Kreationen bekannt.

pelican avenue

Das Label wurde 2004 von Carolin Lerch gegründet. Sie studierte Mode an der Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen und arbeitete danach als Assistentin bei Bernhard Willhelm. Mit ihren Entwürfen, die sie außerhalb traditioneller Modezyklen entwickelt und präsentiert, hinterfragt Lerch konventionelle Codes und Trends in der Mode. Die Arbeiten von pelican avenue bewegen sich an der Schnittstelle von Kunst, Video und Performance. 2008 wurde das Label mit dem Unit F-Preis für internationale PR ausgezeichnet. In Wien werden die Kollektionen von pelican avenue im Concept Store PARK verkauft.

Peter Pilotto

2007 gründete Peter Pilotto gemeinsam mit Christopher de Vos das Modelabel Peter Pilotto, dessen Markenzeichen digital erzeugte Prints sind. Sie lernten einander während ihres Studiums in Antwerpen an der Royal Academy of Fine Arts kennen. Seit ihrem Abschluss leben und arbeiten die beiden in London und zeigen ihre Kollektionen regelmäßig während der dortigen internationalen Fashion Weeks. Ihre Kreationen werden von Celebritys wie Beyoncé, Michelle Obama, Jessica Chastain, Olivia Palermo oder Emma Stone getragen und in 49 Ländern verkauft.

Rani Bageria

Rani Bageria studierte an der Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen, wo sie bereits Christian Wijnants assistierte. In Paris arbeitete sie als Strickdesignerin für Chloé, bevor sie 2012 ihr eigenes Label in Wien gründete. 2013 zeigte sie ihre Debütkollektion bei der Paris Fashion Week, die sofort von Opening Ceremony in den USA vertrieben wurde. Ihre Schuhe und Strick-dominierten Kollektionen wurden mit Preisen ausgezeichnet, darunter 2014 mit dem Modepreis der Stadt Wien. Von der internationalen Presse werden ihre charakteristischen Pistol-Stiefeletten liebevoll „Rani Boots“ genannt.

Rubin & Chapelle

Sonja Rubin und Kip Chapelle gründeten ihr gemeinsames Modelabel 1997. Ihre Kreationen waren schon kurz darauf bei internationalen KundInnen gefragt, darunter Barneys New York, Bergdorf Goodman, Neiman Marcus und Joyce Hongkong. Als eines der ersten Labels eröffnete Rubin & Chapelle 2002 einen eigenen Store im Meatpacking District von New York. Die mehrfach ausgezeichneten Entwürfe des Labels sind in allen relevanten Modemagazinen zu sehen. Zum prominenten KundInnenkreis zählen unter anderen Jennifer Lawrence, Uma Thurman, Isabelle Huppert, Oprah Winfrey, Cindy Sherman, Beyoncé und Björk.

Sissy Pink

Sissy Pink studierte bei Karl Lagerfeld und Jil Sander an der Universität für angewandte Kunst Wien. Doch ihr Stil war von Anfang an unangepasst und verweigerte sich durch die individuell hergestellten Muster und manuellen Verarbeitungstechniken einer Ready-to-Wear-Klassifizierung. Die Sissy-Pink Kollektionen, präsentiert und prämiert in den 1980er Jahren, verbanden grelle Neon-Pop-Elemente der New-Wave-Kultur mit einem neuen ökologischen Blickwinkel auf Mode. Mit ihren DesignkollegInnen Marc Thomas Merz, Ledea Muard und Karin Bergmayer prägte sie den Wiener Mode-Underground der 1980er Jahre nachhaltig.

SAGAN Vienna

(ehemals Bradaric Ohmae Atelier) Tanja Bradaric und Taro Ohmae studierten Modedesign an der Universität für angewandte Kunst Wien unter Raf Simons und Veronique Branquinho. Danach arbeiteten sie zunächst bei Balenciaga und Chloé, bevor sie 2016 ihr eigenes Label gründeten. Die Entwürfe von SAGAN Vienna sind eine Mixtur aus Wiener Charme und Pariser Chic mit subtilen ethnischen Einflüssen ihrer Herkunftsländer Kroatien und Japan. Für die Produktion ihrer Kollektionen arbeiten die beiden ausschließlich mit Manufakturen in Europa zusammen. Ihre Ledertaschen mit dem traditionellen Wiener Geflecht sind bereits heute Kultstücke.